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Dienstag, 18. Juni 2019

Sonntag, 19. Juli 2015 21:32 Alter: 4 Jahr/e

Ehrenamtliche Held*Innen für den Bevölkerungsschutz gesucht: Startschuss für die Kampagne "Helfernetz Bayern"

Das Team des Roten Kreuzes bei der Auftaktveranstaltung für das "Helfernetz Bayern" am Samstag im Odeon

Das Rote Kreuz präsentierte vor dem Innenministerium seinen Gerätewagen Sanitätsdienst. Fotos: Bereitschaft West 1

Am Samstag, den 18.7.2015, gab der bayerische Innenminister Joachim Herrmann im Innenhof des Innenministeriums in München ganz offiziell gemeinsam mit den sechs Hilfs- und Einsatzorganisationen für den Bevölkerungsschutz und der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. mit der Enthüllung einer Helfer-Statue den Startschuss für die Nachwuchskampagne „Helfernetz Bayern“. Auch das Münchner Rote Kreuz war mit dem Gerätewagen Sanitätsdienst und vier ehrenamtlichen Helfern der Bereitschaft West 1 an der Aktion beteiligt, um dem Ehrenamt im Bevölkerungsschutz ein Gesicht zu geben.

Zunehmender Stress im Arbeitsalltag, der demografische Wandel der Gesellschaft und der Wegfall der Wehrpflicht stellen auch die sechs Hilfs- und Einsatzorganisationen in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen. Darum haben sich die Organisationen aus dem Bevölkerungsschutz – der Arbeiter-Samariter-Bund e.V. (ASB), das Bayerische Rote Kreuz (BRK), die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH), der Malteser Hilfsdienst e.V. (MHD), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) sowie das Technische Hilfswerk (THW) - in Bayern zusammengeschlossen und suchen ab sofort gemeinsam neue Helfer. Über das neue Portal www.helfernetz.bayern soll das Bewusstsein für das Thema Ehrenamt geschaffen und dem abstrakten Begriff des Bevölkerungsschutzes mit der Vorstellung echter Helfer ein Gesicht verliehen werden. Neben dem Informationsportal wird es 2015 fünf Veranstaltungen in ganz Bayern geben, die der Bevölkerung die Chance geben, sich mit dem Thema Ehrenamt auseinander zu setzen.

Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft des bayerischen Innenministeriums. Herrmann lobte das Engagement der Helfer in Bayern. „Der Bevölkerungsschutz hat in Bayern höchste Priorität“, so Herrmann. „Nur gemeinsam mit den freiwilligen Hilfsorganisationen können die hohen Sicherheitsstandards gehalten und ausgebaut werden. Auf eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit legt der Freistaat Bayern größten Wert.“

Über die neue Internetpräsenz www.helfernetz.bayern können sich Interessierte über das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz und die sechs Hilfs- und Einsatzorganisationen informieren. Darüber hinaus berichten Helfer über ihre Tätigkeit und geben somit dem Bevölkerungsschutz ein Gesicht. Mit dem Hashtag #bayernhelfie können Unterstützer Bilder auf Facebook, Twitter und Instagram teilen und somit die Kampagne unterstützen. In München, Würzburg, Nürnberg, Regensburg und Augsburg werden darüber hinaus Statuen aufgestellt, die den Helfer symbolisch als Held darstellen. „Mit den Statuen wollen wir unseren Helfern ein Denkmal setzen und Menschen dazu aufrufen, sich unserer Sache anzuschließen“, erklärt Theo Zellner, Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes. „Wir wollen zeigen, dass wirklich jeder professionell mit einem Ehrenamt helfen kann.“

In Bayern engagieren sich mehr als 230.000 Menschen im Bevölkerungsschutz, ein Großteil davon ehrenamtlich.