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Dienstag, 18. Juni 2019

Freitag, 15. Oktober 2010 10:55 Alter: 9 Jahr/e

Hilfe für leukämiekranke Menschen: Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) und die Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) vereinbaren Kooperation

(von links) BRK-Präsidentin Christa Prinzessin von Thurn und Taxis, Präsidentin des Bayerischen Landtags und Schirmherrin der Stiftung Knochenmarkspende Barbara Stamm, BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk, Manuela Ortmann von der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern und Dr.med. Hans Knabe, Vorstand der Stiftung, bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung

Die erst 17jährige Sarah Winter aus Ursprung, in der Nähe von Chemnitz, wäre an Leukämie gestorben, wenn sie nicht rechtzeitig die Stammzellen eines anonymen Spenders bekommen hätte.

Damit Sarahs Schicksal nicht ein Einzelfall bleibt, dafür will sich das Bayerische Rote Kreuz künftig verstärkt engagieren.  Dazu unterzeichnete BRK-Präsidentin Christa von Thurn und Taxis gemeinsam mit Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags und Schirmherrin der Stiftung Knochenmarkspende Bayern (AKB) am Mittwoch im Bayerischen Landtag eine Kooperationsvereinbarung.

Mit der Zusammenarbeit haben sich BRK und AKB  das Ziel gesetzt, die Suche nach geeigneten Spendern für  Patienten mit Leukämieerkrankungen  zu vereinfachen und zu verbessern. BRK- Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk: „Patienten, die auf eine Knochenmarkspende warten, sind angewiesen auf starke Partner, die sie in Akutfällen unterstützen können.“

Die Stiftung Knochenmarkspende ist seit 17 Jahren in Bayern mit dem Aufbau einer bayerischen Spenderdatei beschäftigt. Barbara Stamm: „Dazu ist ein Pool an nicht miteinander verwandten, freiwilligen Blutstammzellenspendern nötig, um möglichst vielen Patienten mit schweren Störungen der Blutbildung durch die Transplantation gesunder Stammzellen die Chance auf Heilung zu ermöglichen“.

Von der Kooperation versprechen sich Rotes Kreuz und AKB viele Synergieeffekte. Thurn und Taxis: „Das Rote Kreuz ist häufig Ansprechpartner für Patienten oder deren Angehörige“. Mit rund 120.000 ehrenamtlichen Helfern verfügt Bayerns größte Hilfsorganisation zudem über einen außerordentlich großen Pool an freiwilligen Helfern.  Thurn und Taxis „Bei Bedarf kann das Rote Kreuz auch Räume zur Verfügung stellen und helfen die aufwändigen Typisierungsaktionen durchzuführen“. Darüber hinaus wollen beide Partner auch neue Initiativen zur Spendergewinnung anstoßen. Thurn und Taxis weiter: „Rotes Kreuz und AKB können gemeinsam viel bewegen.“ Zwischen der AKB und dem Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes besteht seit dem Jahr 2003 bereits eine Kooperation.

Leukämie ist heilbar
Leukämie und andere Störungen der Blutbildung, wie z.B. Anämie oder Immundefekte können heute durch die Übertragung von Stammzellen eines gesunden Spenders geheilt werden.
Der Patient wird zu diesem Zweck mit einer Kombination verschiedener therapeutischer Maßnahmen vorbehandelt, um seine eigene Blutbildung als Quelle der Erkrankung zu beseitigen und Platz für das Transplantat zu schaffen.

Die Stammzellen des Spenders werden dem Patienten wie eine Blutkonserve transfundiert und siedeln sich nach kurzer Zeit wieder im Knochenmarkraum des Empfängers an.
Nach etwa 3-4 Wochen lässt sich die Bildung neuer reifer Blutzellen durch das Transplantat nachweisen. Treten keine gravierenden Komplikationen wie Infektionen oder Abwehrreaktionen auf, kann der Patient 6- 8 Wochen nach der Transplantation entlassen und in die ambulante Betreuung übergeben werden.

Mit diesem Verfahren ist es heute möglich, je nach Art und Stadium der Erkrankung 50 -70 % aller Patienten zu heilen!

Weitere Information unter www.knochenmarkspende.de oder unter www.brk.de.