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Montag, 17. Juni 2019

Dienstag, 13. September 2005 10:01 Alter: 14 Jahr/e

Hurrikan Katrina – Golfküste USA

Von: DRK Generalsekretariat / J. Kronenberger

Rundschreiben des DRK Generalsekretariats Nr.2/21 – 12/09

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

1. Das Amerikanische Rote Kreuz (AmCross) hat einen Hilferuf an die amerikanische Bevölkerung gerichtet, um 40.000 Freiwillige zu rekrutieren. Es handelt sich dabei allerdings nicht um einen internationalen Aufruf. Über 60.000 örtliche Rotkreuzhelfer sind bereits im Einsatz. Sie verteilen Nahrungsmittel, organisieren und errichten Unterkünfte. Mit den neuen Freiwilligen soll für die Rotation (alle drei Wochen) mehr Spielraum geschaffen werden.

Aus zehn Ländern haben Nationale Rotkreuzgesellschaften Logistiker in die Südstaaten der USA geschickt. Sie unterstützen dort die Hilfsmaßnahmen des Amerikanischen Roten Kreuzes. Wie bereits gemeldet, hat das DRK - als Teil dieser Personalverstärkung durch das Internationale Rote Kreuz - sieben auslandserfahrene Logistiker entsandt. Drei der sieben Experten sind DRK-Personal, das gegenwärtig in Lateinamerika eingesetzt ist; die weiteren Experten stammen aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern. Zusätzlich wurden zwei „Camp/Shelter-Manager“ vom DRK der Schwestergesellschaft AmCross gemeldet, die bei der Errichtung und Verwaltung der Notunterkünfte unterstützen können. Insgesamt sind gegenwärtig über 80 internationale K-Schutz Experten des Roten Kreuzes vor Ort.

 

2. Die Stadt New Orleans konnte inzwischen vollständig evakuiert werden, Sonderrettungskräfte sind mit der Bergung von Leichen beschäftigt. Erfreulicherweise konnte die Zahl der befürchteten Todesopfer nach untern korrigiert werden. Genaue Angaben fehlen allerdings noch. Warnungen vor unsauberem Wasser und den damit verbundenen übertragenen Krankheiten dauern an. 7.000 neu eingesetzte Soldaten sollen für mehr Sicherheit im Katastrophengebiet sorgen. Mit Blick auf die Lage der Betroffenen bleibt die Nahrungsmittelverteilung, Bereitstellung von sauberem Wasser, sowie die Verteilung von Wolldecken, Kleidung, Hygieneartikeln, sonstige Hilfsgütern und Betreuung in Einrichtungen wie Sporthallen weiter Priorität.

 

3. Zusammenfassung der Hilfen durch Amcross:

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707 Schutz- und Versorgungseinrichtungen wurden in 24 Staaten eingerichtet.

161.000 Evakuierte werden in den Versorgungseinrichtungen betreut. 

270 Rotkreuz-Einsatzfahrzeuge sind weiter in Betrieb. 

63.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes befinden sich seit Tagen im Einsatz

In enger Zusammenarbeit mit andern amerikanischen Hilfsorganisationen werden Nahrungsmittel verteilt. Ingesamt wurden bereits 7,2 Millionen warme Mahlzeiten ausgegeben. 

Houston Astrodome Shelter: Staatliche Anstrengungen werden unterstützt, um die 23.000 Evakuierten zu versorgen. 

Gesundheitsdienste und -vorsorge Mit staatlichen Stellen werden weiter Vorkehrungen getroffen, um Epidemien bzw. generell die Übertragung von Krankheiten zu verhindern.

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4. Vom Amerikanischen Roten Kreuz wurde in Zusammenarbeit mit dem IKRK eine Website (www.familylinks.icrc.org) für Suchdienstanfragen eingerichtet. Bereits über 181.000 Menschen haben sich hier registriert, um Angehörige oder nahestehende Personen zu finden.

 

5. AmCross veröffentlicht täglich drei Pressmeldungen mit Angaben zur Rotkreuzarbeit. Die Föderation (www.ifrc.org) übernimmt die Meldungen und gibt regelmäßig Bulletins heraus.

 

6. AmCross bittet von Sachspenden jeglicher Art abzusehen, da die Versorgung mit allen Hilfsgütern auf dem heimischen Markt gesichert ist. Ferner greifen bei Sachspenden eine Vielzahl von Importregulierung und Restriktionen, die eine zeitnahe Verteilung der Güter nicht garantiert. Aus den genannten Gründen werden von AmCross grundsätzlich keine Sachspenden angenommen. AmCross bittet die Hilfsmaßnahmen durch Geldspenden zu unterstützen.

Einzelheiten unter www.drk.de.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

i. A.

 J. Kronenberger