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Dienstag, 18. Juni 2019

Montag, 25. Oktober 2010 20:57 Alter: 9 Jahr/e

Jahresbilanz der Münchner Wasserwacht

Drei Menschen ertranken in diesem Jahr im Wachgebiet der Wasserwacht München, vier Personen konnten im letzten Moment lebend gerettet werden. Da an den dramatischen Fällen häufig Kinder beteiligt waren, appelliert die Münchner Wasserwacht an alle Eltern, auf Kinder an und in Gewässern, Bädern oder Swimmingpools mehr zu achten und präventiv tätig zu werden. „Oft wird vergessen, dass bereits 20cm Wasser an einer unübersichtlichen Stelle genügen und ein nur für wenige Momente aus dem Auge gelassenes Kleinkind darin ertrinken kann“, sagt der Sprecher der Münchner Wasserwacht Heinz Effenberger. „Darüber hinaus erleben wir immer wieder Kinder, die bereits in der Schule sind und nicht schwimmen können“, so Effenberger. Eltern sollten möglichst frühzeitig dafür sorgen, dass Kinder an das Wasser gewöhnt werden (Babyschwimmen) und richtig schwimmen lernen, wie z.B. in Kursen der Wasserwacht. „Nur mit diesen Maßnahmen lassen sich tragische Unfälle wie in diesem Jahr verhindern“, so Heinz Effenberger von der Münchner Wasserwacht.

Besonders in Erinnerung blieben zwei Einsätze, die die Wasserwacht München noch lange beschäftigten:

  • Beim Versuch, sein vom Wasser mitgerissenes Kind zu retten, ertrank im Juni ein 40-jähriger Familienvater in der Hochwasser führenden Isar. Das Kind konnte mit Unterstützung von Passanten durch ein Mitglied der Wasserwacht-Ortsgruppe Mitte gerettet werden.
  • Im Juli zogen Badegäste im östlichen Teil des Riemer Sees einen 5-jährigen Jungen und seine 7-jährige Schwester aus ca. 2 m Tiefe an die Oberfläche. Ein anwesender Arzt und ein Krankenpfleger begannen umgehend mit den Reanimationen, die von den sofort alarmierten Wasserrettern der Ortsgruppe Riem weitergeführt wurden. Beide Kinder konnten gerettet werden.


Leistungsspektrum und Zahlen

Die 750 aktiven Mitglieder Wasserwacht München leisteten in diesem Jahr 44.300 ehrenamtliche Einsatzstunden und 780 Mal Erste Hilfe. Die beiden Schnelleinsatzgruppen der Münchner Wasserwacht rückten nach Alarmierung durch die Integrierte Leitstelle der Berufsfeuerwehr München zu 16 Einsätzen aus. Dazu kamen First-Responder-Einsätze, Sanitätsdienste, Eisrettungsübungen, wöchentliche Trainings- und Weiterbildungseinheiten, Schwimmkurse sowie Seereinigungen.

Über die Münchner Wasserwacht

Die neun Ortsgruppen der Münchner Wasserwacht betreuen in München und Umgebung Feringasee, Langwieder-, Luß- und Birkensee, Lerchenauer See, Feldmochinger See, Heimstettner See, Unterschleißheimer See, den Riemer Bugasee sowie an der Isar die Stationen Flaucher und Marienklause sowie das Unterhachinger Schwimmbad. Die Münchner Wasserwacht freut sich über jede Form der Unterstützung. Auch neue Mitglieder sind jederzeit willkommen. Weitere Informationen finden sich hierzu im Internet unter www.wasserwacht-muenchen.de.