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Dienstag, 18. Juni 2019

Donnerstag, 21. Januar 2010 21:55 Alter: 9 Jahr/e

Knochenbrüche und infizierte Wunden: Rotkreuz-Krankenstation im Einsatz

Osner Cassic mit Tochter Gaelle, vier Jahre alt. Ihr Haus ist eingestürzt und das Mädchen hat eine Kopfverletzung. Sie bekommt einen frischen Verband, Schmerzmittel und Antibiotika. So wird sich die Infektion beruhigen. Foto: DRK

Die Krankenhäuser im Erdbebengebiet um Port au Prince sind überfüllt. Sie können niemanden mehr aufnehmen. Vor den Einrichtungen liegen Patienten auf der Straße und warten darauf, behandelt zu werden. Die Helfer in der Rotkreuz-Gesundheitsstation arbeiten auf Hochtouren, um die Patienten zu versorgen.

Madeleine-Pierre ist acht Jahre alt. Als ihr Zuhause beim Erdbeben wie ein Kartenhaus zusammenbrach, wurde das kleine Mädchen umgerissen. Eine Wand stürzte auf ihr Bein. Nach einer Woche wird sie nun endlich untersucht und behandelt. Sie hat einen Schienbeinbruch. Dr. Thomas Moch, Arzt in der DRK-Gesundheitsstation, stellt ihr Bein ruhig und wird sie in den kommenden Tagen wieder untersuchen.

Osner Cassic kommt mit seiner vierjährigen Tochter Gaelle in die Gesundheitsstation. Sie hat eine schlimme Kopfverletzung und Kopfschmerzen, die ihr den Schlaf nehmen. Ihre Wunde hat sich entzündet. Heute bekommt das Mädchen einen frischen Verband, Mittel gegen die Schmerzen und Antibiotika. Dr. Moch möchte Vater und Tochter, die wie viele andere  Menschen in Port au Prince zurzeit auf der Straße leben, in einigen Tagen wieder sehen.

Der Freiburger Dr. Thomas Moch hat als erfahrener Rotkreuz-Helfer schon vieles gesehen. Trotzdem ist der Arzt schockiert über die Situation in Port-au-Prince. "Die ersten Patienten zu behandeln, war am schlimmsten für mich“, sagt Moch, „Knochenbrüche und Verletzungen, die vor mehr als einer Woche hätten versorgt werden müssen.“ Immer noch fehlt es an medizinischer Versorgung: „ Vieles können wir hier behandeln, aber wir brauchen dringend ein Krankenhaus, das auch Schwerverletzte aufnehmen kann."

In der Rotkreuz-Gesundheitsstation versorgen Thomas Moch, vier Krankenschwestern und eine Hebamme täglich bis zu 250 Patienten. Ein Techniker sichert das reibungslose Funktionieren der Anlage. Die Station ist die dritte, mobile medizinische Einrichtung des Roten Kreuzes in Port au Prince. Sie verfügt neben dem Behandlungszelt auch über eine Mutter-Kind-Station, eine Beobachtungsstation, Labor und Apotheke.

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