Donnerstag, 29. Juni 2006 17:41 Alter: 13 Jahr/e

Mit High-Tech zum Notfalleinsatz

Das Münchner Rote Kreuz setzt versuchsweise multifunktionale Taschencomputer ein.

Dr. Ulrich Hölzenbein, stellvertretender Chefarzt des Münchner Roten Kreuzes, demonstriert an einer "Patientin" im Münchner Marienhof die Dolmetscherfunktion eines Taschencomputers

Wenn am morgigen Freitag die deutsche Mannschaft in Berlin im Viertelfinale auf Argentinien trifft, werden 85.000 Fans im Olympiapark beim offiziellen Public Viewing der Stadt München mit dabei sein können. Auch viele Fans der argentinischen Mannschaft werden darunter sein, um Ihre Mannschaft anzufeuern.

 

Damit die ehrenamtlichen Notfallmediziner des Münchner Roten Kreuzes auf dem Fan-Fest im Bedarfsfall auch Spanisch verstehen, wird ein spezieller Taschencomputer mit Dolmetscherfunktion eingesetzt, der bereits während des letzten Oktoberfestes in einem Pilotprojekt erfolgreich getestet wurde. Diese technische Errungenschaft kann mit Patienten in 13 verschiedenen Sprachen mittels 400 medizinisch relevanter Sätze kommunizieren. Neben Spanisch beinhaltet das Dolmetscherprogramm: "Arpadi" zum jetzigen Zeitpunkt Englisch, Französisch,  Italienisch, Griechisch, Türkisch, Serbisch, Polnisch, Russisch, Tschechisch, Ungarisch, Dänisch und Deutsch - eine Ausweitung auf weitere Sprachen ist geplant.

 

Über die Dolmetscherfunktion hinaus können die Rotkreuz-Notärzte ihre Pocket-PCs während der WM auch in weiteren Gebieten anwenden. So haben diese unter anderem Zugriff auf medizinische Datenbanken und Arzneimittellisten, können per Digitalfoto Wunden dokumentieren und mit der Diktierfunktion ärztliche Befunde festhalten. Insgesamt sind während der WM 30 Taschen-PCs des Typs Mitac MIO A701 sowie des Typs MDA Pro von T-Mobile im Einsatz.

 

Weitere Informationen zum innovativen Projekt des Münchner Roten Kreuzes sowie zu den zahlreichen Kooperationspartnern und Sponsoren, die das Projekt erst ermöglicht haben, sind im Internet unter http://www.mobilemedicine.de/ erhältlich.