Sie sind hier: Aktuelles » Nach dem Spiel ist vor dem Spiel
Dienstag, 18. Juni 2019

Freitag, 9. Juni 2006 22:55 Alter: 13 Jahr/e

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Im Stadion

Im Fan-Park

„Ein insgesamt ruhiger Tag, wie wir ihn uns gewünscht haben“, so fasst Peter Lang, der Leiter des Stabes des Münchner Roten Kreuzes die Ereignisse des heutigen 9. Juni 2006 zusammen. Lang, im Berufsleben Abteilungsleiter in einem führendem deutschen Elektronikkonzern, ist zuständig für die Gesamtkoordination der insgesamt fast 200 aktiven Rot-Kreuz-Helfer in München am Tag der WM-Eröffnung. Im Servicezentrum in der Theresienwiese laufen die Fäden des gesamten Großeinsatzes zusammen. Der stellvertretende Vorsitzende des Münchner Roten Kreuzes wird dort unterstützt durch 9 Helfer, die sich um die Kommunikation mit den Einsatzleitern vor Ort, den Behörden und dem Führungs- und Lagezentrum des Roten Kreuzes in Berlin kümmern.

 

Das Rote Kreuz war am ersten Tag der WM an unzähligen Orten im Stadtgebiet München tätig: Alleine für die WM im FIFA WM Stadion in Fröttmaning mit 133 Helfern, im Fan-Park im Olympiagelände mit 34 Helfern und im Marienhof. Zusätzlich stand ein Abrufkontingent mit 48 Helfern mit Zusatzqualifikation Betreuung im Katastrophenzentrum Süd. Dazu kommen noch die normalen Einsätze im Kultur- und Nachtleben und der öffentliche Rettungsdienst.

 

Im Fan-Park waren die größten Herausforderungen zu meistern. Schon vor dem Spiel mussten viele Zaunkletterer ambulant behandelt werden. Einem ca. 50-jähigem Münchner war die Spannung vor dem Spiel anscheinend zu viel. Er musste mit Verdacht auf Herzinfarkt von einem Rettungswagen in die Klinik gefahren werden. Im Verlauf des Spiels wurden insgesamt 15 Personen in Kliniken transportiert und über 65 mal Hilfe geleistet.

 

Die Einsätze im FIFA WM Stadion München hielten sich in Grenzen. „Wir haben sanitätsdienstlich das erwartete erhöhte Einsatzaufkommen beobachtet. Ansonsten war es ein völlig normaler Tag wie an einem vollen Bundesligaspiel.“, so Volker Ruland, Einsatzleiter im Stadion. Natürlich war die Spannung wesentlich größer als bei einem Spiel von Bayern München. Zusammen mit den Temperaturen wurden deshalb mehr Kreislauffälle verzeichnet. „Keine dramatischen Einsätze und Deutschland hat das Match auch gewonnen. Ein Tag, wie wir ihn uns gewünscht haben.“