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Dienstag, 18. Juni 2019

Mittwoch, 1. Juni 2016 17:57 Alter: 3 Jahr/e

Rotes Kreuz hilft bei Aufbau von iranischen Rettungshundestaffeln

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterstützt den Aufbau von Rettungshundestaffeln im Iran. „Iran gehört leider zu den Ländern, die regelmäßig von Erdbeben erschüttert werden. Wenn Menschen verschüttet werden, können Rettungshunde ihr Leben retten. Darum unterstützen wir unsere Kollegen vom Iranischen Roten Halbmond bei der Ausbildung der Hunde“, sagt Mark Hofmann, der zuständige DRK-Projektdelegierte. Bislang ist es im Iran allerdings schwierig, Hunde als Haustiere zu halten, und die Ausbildung von Rettungshunden steckt noch in den Anfängen. Erstmals werden nun neun iranische Hundeführer vom 3. - 13. Juni im Rahmen eines Austausches zu Trainingszwecken bei DRK-Hundestaffeln in Bayern zu Gast sein.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere iranischen Kollegen während dieser zehn Tage in verschiedenen Rettungshundestaffeln des DRK Einsatzübungen, Prüfungen und Trainings der Rettungshundearbeit hier vor Ort erleben können“, sagt Hofmann. Anders als ihre deutschen Kollegen arbeiten sie nicht ehrenamtlich, sondern sind festangestellt beim Iranischen Roten Halbmond. Da es im Iran nicht erlaubt ist, mit Hunden spazieren zu gehen oder sie im Auto mitzunehmen, sind ihre Tiere dort in Zwingern des Iranischen Roten Halbmonds untergebracht. „Es wird für unsere Gäste sehr interessant sein, die in Deutschland übliche, enge Bindung zwischen Hundeführer und Hund zu sehen und dass hier neben dem Deutschen Schäferhund noch viele andere Hunderassen zum Einsatz kommen“, sagt Hofmann. Aufgrund der strikten Einfuhrbedingungen kommen die iranischen Gäste allerdings ohne ihre vierbeinigen Kameraden nach Deutschland.

Die Kooperation zwischen dem Deutschen Roten Kreuz und der iranischen Schwester-Organisation besteht bereits seit 2003. Damals hatte ein schweres Erdbeben in der Stadt Bam 40.000 Menschenleben gefordert. Inzwischen sind landesweit bereits rund 70 ausgebildete Spürnasen im Dienst. Schon drei Mal wurden sie seit 2003 nach Erdbeben im Iran eingesetzt. Mit dem Aufbau von Ausbildungszentren in acht unterschiedlichen Landesteilen soll in dem Flächenstaat Iran ein zuverlässiges Rettungshundewesen entstehen, das im Falle eines Erdbebens schnell zum Einsatz kommen kann. „Für 2017 ist schon das nächste Austausch-Programm fest eingeplant“, sagt Hofmann.