Sie sind hier: Aktuelles » Vorläufige Schlussbilanz der Wiesn 2013
Dienstag, 18. Juni 2019

Sonntag, 6. Oktober 2013 13:26 Alter: 6 Jahr/e

Vorläufige Schlussbilanz der Wiesn 2013

Foto: © Sascha Kletzsch

Helfer und Ärzte des Münchner Roten Kreuzes standen während des 180. Oktoberfestes 7.551 (Vergleichsjahr: 9.596) hilfebedürftigen Wiesnbesuchern und -mitarbeitern zur Seite. Das Einsatzspektrum reichte von kleineren Blessuren bis zu chirurgischen, internistischen und neurologischen Notfällen.
Die Zahlen für 2013 sind vorläufig; in Klammern Zahlen der ersten 16 Tage der Wiesn 2011 (inkl. Oide Wiesn), da die Zahlen der Wiesn 2012 wegen des Zentralen Landwirtschaftsfestes keinen aussagekräftigen Vergleich zulassen.

Sanitätsdienstliche Hilfeleistungen und ärztliche Versorgungen

Die Gesamtzahl der sanitätsdienstlichen Hilfeleistungen belief sich in diesem Jahr auf 3.916 (Vergleichsjahr: 5.174). Dabei wurden Pflaster und Verbände angelegt und nicht verschreibungspflichtige Medikamente verabreicht.

3.635 (Vergleichsjahr: 4.422) Patienten mussten ärztlich behandelt werden. Häufiges Beschwerdebild waren chirurgische Weichteilverletzungen, wie Schnitt- Schürf- und Platzwunden. Dr. Frithjof Wagner, einer der ärztlichen Leiter der Wiesn-Sanitätsstation führt dies zum Teil auf ungeeignetes Schuhwerk zurück. Oft tragen junge Frauen zum Dirndl nur Stoffschuhe, wie z.B. Ballerinas. Diese bieten keinen Schutz gegen herumliegende Glasscherben. Schmerzhafte Schnittverletzungen an den Füßen sind die Folge. Männer hingegen ziehen sich zwar durch festeres Schuhwerk seltener Verletzungen dieser Art zu, dafür sind bei Ihnen verstärkt Hände und Gesicht gefährdet, z.B. durch zersplitternde Maßkrüge nach zu kräftigem Anstoßen.

Wundversorgungen / Transporte ins Krankenhaus

Die Rotkreuzchirurgen versorgten in der Sanitätsstation 617 (Vergleichsjahr: 759) Mal kleinere Wunden der Patienten. 914 (Vergleichsjahr: 1.166) Patienten wurden von den Rettungsdiensten in die umliegenden Hospitäler transportiert.

Alkoholvergiftungen

638 (Vergleichsjahr: 708) Personen mussten in diesem Jahr in der BRK-Sanitätsstation wegen Intoxikation (hauptsächlich Alkohol-, aber auch Mischvergiftungen) medizinisch überwacht werden. Die Erfahrungen aus den Vergleichsjahren bestätigen sich: Die Patienten sind überwiegend im Alter von 18 - 30 Jahren, ungefähr ein Drittel davon gehört dem weiblichen Geschlecht an. Die Zahl der Jugendlichen unter 16 Jahren betrug in diesem Zusammenhang 27.

Personaleinsatz

An den 16 Wiesntagen leisteten die Einsatzkräfte des Münchner Roten Kreuzes insgesamt 2.070 (Vergleichsjahr: 1.990) Schichten. In Spitzenzeiten, wie z.B. an Samstagen, arbeiteten gleichzeitig über 100 ehrenamtliche Helfer und bis zu 11 Notfallmediziner bzw. Fachärzte auf der Wiesn-Sanitätsstation. Zeitweise wurden die Münchner durch weitere BRK-Kreisverbände und DRK-Gliederungen anderer Bundesländer sowie an den Wochenenden durch Kollegen des Südtiroler Weißen Kreuzes unterstützt.

Einsätze im Gelände

Die ehrenamtlichen Rotkreuz-Sanitäter rückten mit ihren gelben Fahrtragen 2.226 (Vergleichsjahr: 2.257) mal ins Festgelände aus.

Kinderfundstelle

Das Münchner Rote Kreuz betreute ehrenamtlich mit Unterstützung des Stadtjugendamtes heuer in der Kinderfundstelle im Servicezentrum 16 (Vergleichsjahr: 24) verloren gegangene Kinder unter 14 Jahren. Diese konnten nach meist kurzer Betreuungszeit wieder ihren Eltern übergeben werden. 155 (Vergleichsjahr: 110) Eltern wickelten und stillten ihre kleinen Kinder abseits vom Wiesntrubel im freundlichen Raum innerhalb des Servicezentrums Theresienwiese.

"Unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer haben diese anstrengende und kräftezehrende Arbeit wiederum mit viel Erfahrung und großem Engagement für die Münchner Bürgerinnen und Bürger und die Wiesnbesucher und -mitarbeiter geleistet", sagt Kreisbereitschaftsleiter Jürgen Terstappen, der die Gesamtverantwortung für die Sanitätsstation trägt.

Das Münchner Rote Kreuz bedankt sich für die hervorragende Zusammenarbeit mit den Behörden und Organisationen im Servicezentrum, namentlich beim Referat für Arbeit und Wirtschaft, dem Kreisverwaltungsreferat, der Polizei und der Feuerwehr.