Referenten 2014

Thomas Barfety: Einsatz von Drohnen zur Lageerkundung. Möglichkeiten und Nutzen für die Einsatzführung

Thomas Barfety

Zur Person:

  • Geboren in 1974 in Guilherant (Frankreich)
  • 1986-1987 Roten Kreuz, Frankreich
  • 1985 -1987 SNSM (Seerettung), Frankreich
  • 1985 Abitur
  • 1990 Maschinenbau
  • 2012 Entritt in die Bergwacht Penzberg
  • 2013 Aufbau der fliegenden Komponente bei der Bergwacht Penzberg
  • 2014 aktive Einsatzkraft der Bergwacht

    Christoph Dennenmoser: Auch das noch: Facebook im Einsatz! Potential von Social media im Bevölkerungsschutz

    Christoph Dennenmoser

    Soziale Netzwerke gewinnen nicht nur im Alltag eine immer größere Bedeutung, sie betreffen inzwischen direkt auch das Einsatzgeschehen. Sie bieten neue Chancen der Kommunikation und Informationsgewinnung und nicht zuletzt in der Öffentlichkeitsarbeit. Durch die breite Masse der Nutzer lassen sich aber auch Falschmeldungen, individuelle Lagebeurteilungen oder auch böswillige Nachrichten nicht vermeiden. Eine gründliche Verifizierung der Inhalte ist zuweilen unerlässlich. Soziale Medien gehören zur "Lage". Der Vortrag vertieft die vorgenannten Punkte und zeigt Möglichkeiten auf, diese vergleichsweise neuen Medien sinnvoll ins Einsatzmanagement einzubeziehen.

    Zur Person:

    • Christoph Dennenmoser, Geboren 1965
    • 1984 Abitur, danach diverse Tätigkeiten im kaufmännischen Bereich
    • 1999 Ausbildung zum Rettungsassistenten
    • u.a. tätig als Rotkreuzbeauftragter, Dozent i.d. Erwachsenenbildung, Öffentlichkeitsarbeiter, stv. Landesbereitschaftsleiter
    • seit 2012 ehrenamtlich in Sachen Katastrophenkommunikation engagiert: Disaster Digital Volunteer bei American Red Cross und Team Leader Urgent Needs bei HumanityRoad

    Dr. med. Markus Eichler: Automatische Vorsichtung beim MANV - Forschungsprojekt SeCoServ2

    Informationen zum Vortrag finden Sie im Abschnitt "Benedikt Weber"

     

    Zur Person:

    Dr. med. M. Eichler MHA
    Geb.: 1966
    Studium der Medizin in Bochum und Münster
    Facharzt f. Chirurgie/Notfallmedizin/Ärztl. Qualitätsmanagement
    Studium Master of Science in Health Administration in Bielefeld
    Leitender Arzt Zentrale Interdisziplinäre Notaufnahme St. Marienhospital Vechta
    Seit 1998 Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes
    LNA im Landkreis Warendorf und im Landkreis Vechta
    Verbandführer der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr
    EU civil protection mechanism expert
    Freier Dozent am IdF NRW, Institut für Bildung und Information DRK Westfalen-Lippe
    Medizinischer Fachberater antwortING PartG

    Dr. med Frank Friedrich: Standardeinsatzregeln (SER) für den Sanitätsdienst

    Dr. med. Frank Friedrich

    Das Einsatzspektrum des Sanitätsdienstes wird durch die „Rahmenrichtlinie Sanitätswachdienst“ für geplante Einsätze und durch die „Richtlinie für den Sanitäts- und Betreuungsdienst des Katastrophenschutzes der Hilfsorganisationen in Bayern“ für adhoc-Einsätze abgesteckt. Darauf bauen die Stellenbeschreibungen im Sanitätsdienst auf und definieren die Anforderungen an die eingesetzten Kräfte. Die notwendigen sanitätsfachlichen Kompetenzen werden durch den Ausbildungsgang zum Sanitäter mit Fachdienstausbildung vermittelt, die taktischen Fähigkeiten in der Führungskräfteausbildung. Die Veröffentlichung von Standardeinsatzregeln rundet nun das System Sanitätsdienst ab und verzahnt die sanitätsfachlichen mit den sanitätstaktischen Kompetenzen.

    Die Taschenkarten für Führungskräfte werden bei den aktuellen Führungskräftelehrgängen der Bereitschaften ausgegeben und sind als Arbeitshilfe im Einsatz gedacht.

    Lebenslauf:

    • geboren 1965 in Dinkelsbühl
    • niedergelassen als Praktischer Arzt seit 1994
    • 1978 Eintritt in die damalige Sanitätskolonne Dinkelsbühl
    • seitdem in verschiedenen Verwendungen in den BRK-Bereitschaften tätig
    • aktuell u. a. Landesbereitschaftsarzt und Landesfachdienstleiter San

    Dr. Michael Judex: Geoinformationen im Einsatz. Satelliten für Lageerkundung und Lagedarstellung

    Dr. Michael Judex

    Komplexe Lagen haben – zumindest zeitweise – die Eigenschaft unübersichtlich zu sein. Lageerkundung und Lagedarstellung sind dann unerlässliche Mittel und Werkzeuge zur Entscheidungsfindung der verantwortlichen Krisenmanager. Geoinformationen haben neben tabellarischen Übersichten den entscheidenden Vorteil, dass Informationen zu Schäden, Ressourcen und Gefahren etc. in ihrem räumlichen Zusammenhang dargestellt werden und so gegenseitige Auswirkungen unmittelbar sichtbar gemacht werden können. Satellitenbilder sind eine mögliche Datenquelle für solche Geoinformationen – im vor allem aber auch vor und nach einem Einsatz. Anhand von konkreten Beispielen werden Nutzungsmöglichkeiten dargestellt und Zugangswege beschrieben.

     

    Zur Person:

    • Studium der Geographie in Stuttgart und Bonn
    • Promotion an der Universität Bonn und am Zentrum für Fernerkundung der Landoberfläche Bonn
    • Zahlreiche Forschungsaufenthalte in  Westafrika
    • Projektverantwortlicher im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe im EU-Projekt SAFER
    • Koordinator für Geoinformationen im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
    • Fachkoordinator für den COPERNICUS Emergency Management Service in Deutschland

    Jörg Kastner: Standardeinsatzregeln für den Betreuungsdienst. Aus der Praxis: Wie hilfreich können sie sein?

    Jörg Kastner

    Einsätze, insbesondere im Betreuungsdienst, sind oftmals von vielen Unsicherheiten gekennzeichnet.
    Je nach Art und Umfang des Schadensereignisses stellen sich viele Fragen:
     
    - Wie viele Betroffene sind tatsächlich zu betreuuen?
    - In welcher Verfassung sind die Betroffenen?
    - Wie lange wird der Einsatz dauern?
    - ...
     
    Trotz dieser Variablen sind die Einsätze und die Aufgaben für die Einsatzkräfte doch oft ähnlich. Standardeinsatzregeln stellen Hilfsmittel für die Führungskraft dar, anhand derer eine grobe Struktur des Einsatzes aufgebaut werden kann.
     
    Anhand eines fiktiven Einsatzes werden die Standardeinsatzregeln Anlaufstelle, Betreuungsstelle und Betreuungsplatz vorgestellt und Aufgaben sowie Struktur dieser Einrichtungen beschrieben.

    Zur Person:

    • Dozent der Erwachsenenbildung (HS.R)
    • Geboren 1979 in Kulmbach
    • 1996 - 2005 BRK Kreisverband Kulmbach
    • seit 2005 BRK Kreisverband Bad Tölz - Wolfratshausen
    • Ausbilder Grund- und Fachausbildung Betreuungsdienst
    • Kontingentführer Hilfeleistungskontingent Betreuung BRK Bezirksverband Oberbayern

    Maximilian A. List: Einsatz von Drohnen zur Lageerkundung. Möglichkeiten und Nutzen für die Einsatzführung

    Maximilian A. List

    Zur Person:

    • Geboren 1985 in Memmingen
    • 2005 Abitur
    • 2005 – 2011 Offizierslaufbahn (Olt.) bei der Bundeswehr (Heeresflieger), Studium der Wirtschafts- und Organisationswissenschaften (M.Sc.)
    • 2011 Projektmanager Entwicklungsprojekte
      EMT Ingenieurgesellschaft Dipl.-Ing. Hartmut Euer mbH
    • 2012 Eintritt in die Bergwacht Penzberg
    • 2013 Aufbau der fliegenden Komponente bei der Bergwacht Penzberg
    • 2014 aktive Einsatzkraft der Bergwacht

      Ralf Molocher: Praktische Erfahrungen mit dem Digitalfunk

      Ralf Molocher

      Das Polizeipräsidium München war die erste BOS in Bayern, die den Digitalfunk als taktische Kommunikation eingeführt hat. Nach vielen Erstversuchen ab 2008 beim Oktoberfest auf der "Testplattform" führte die positive Erfahrung dazu, dass bereits im Dezember 2010 der erweiterte Probebetrieb für die gesamte Polizei München, inclusive dem Leitstellenbetrieb gestartet wurde. Dabei wurden sehr viele Erfahrungen gesammelt, die dazu führten, dass ab Juli 2012 der 2-Meter-Funk komplett durch den Digitalfunk abgelöst wurde. Schon zum 17.12.2012 wurde dann die gesamte Funkkommunikation der Polizei München auf den Digitalfunk geschwenkt. Die Einsatzzentrale als Kernstück wurde mit einer digitalfunktauglichen Funkvermittlung mit Drahtanbindung ausgestattet. Das sehr aufwändige technische Projekt kann naturgemäß noch nicht abgeschlossen sein und stellt uns immer wieder neue Aufgaben, denen wir uns wegen der Zufriedenheit mit dem System gerne stellen.

       

      Zur Person:

      Polizeidirektor
      seit 2010 Leiter der Unterabteilung Einsatzzentrale/HvD beim Polizeipräsidium München, Einführungsverantwortlicher für den Digitalfunk bei der Polizei München,
      2006 bis 2010 Mitglied der Projektgruppe DigiNet als Teilprojektleiter Taktik

      Klemens Reindl: Ein ganz spezieller Einsatz. Die Rettung aus der Riesending-Höhle

      Klemens Reindl

      Der Rettungseinsatz in der Riesending-Höhle an Pfingsten dieses Jahres war der größte Einsatz der Bergwacht Bayern und einer der größten Höhlenrettungseinsätze überhaupt. Über 11 Tage, 10 Stunden und 14 Minuten kämpften an die 1.000 Retter und Helfer um das Leben eines schwerverletzten Höhlenforschers, bis er das Licht des Tages wieder erblickte. Bis dahin musste er aus einer Tiefe von ca. 1.000 Metern unter schwierigsten Verhältnissen gerettet werden, was den Einsatz der kompletten europäischen Höhlenrettungselite erforderte. Die Bergwacht Bayern leitete und verantwortete den Einsatz, aber möglich wurde der Einsatzerfolg nur aufgrund des riesigen Einsatzes einer Vielzahl von Rettern und der Bereitschaft aller zur selbstlosen Zusammenarbeit.

       

      Zur Person:

      • verheiratet, 4 Kinder
      • Der 55jährige Jurist ist derzeit als Teilprojektleiter in der Projektgruppe DigiNet des Bayerischen Staatsministeriums des Innern für die Migration der nichtpolizeilichen BOS vom Analog- zum Digitalfunk zuständig.
        Bundesleiter der Bergwacht
      • Verantwortlicher für Recht und Personal der Bergwacht Bayern
      • Mitglied in der Bergwacht im Bayerischen Roten Kreuz seit 39 Jahren
      • Einsatzleiter der Bergwacht im Einsatzleitbereich Ammertal
      • Organisatorischer Leiter im ZRF Oberland (Weilheim)
      • Örtlicher Einsatzleiter im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

      Johannes Thomann: Schadensereignisse bei Großveranstaltungen

      Johannes Thomann

      Großveranstaltungen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit und werden von Jahr zu Jahr mehr. Alleine in München finden jedes Jahr zwischen 60 und 70 Großveranstaltungen statt. Diese definieren sich hier u. a. dadurch,

      • dass mehrere Tausend Menschen sie zeitgleich besuchen
      • dass sie komplex angelegt und risikobehaftet sind
      • dass sie in oder an dafür nicht genehmigten Örtlichkeiten stattfinden
      • dass ein Ordnungsdienst, eine Brandsicherheitswache und ein Sanitätsdienst (i.d.R. mit TEL) vor Ort ist und
      • dass der Veranstalter in Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden ein Sicherheitskonzept erstellt hat.


      Diese Charakterisierung macht deutlich, dass ein Schadenseintritt mit potentiell zahlreichen Geschädigten nicht unwahrscheinlich ist. Um diesen Schadensfall koordiniert abarbeiten zu können, bedarf es entsprechender Vorplanungen und einem Grundverständnis für die Arbeitsweise und die unterschiedlichen Rollen der Beteiligten einer Großveranstaltung. Um dieses Grundverständnis soll es bei dem Vortrag gehen.


      Zur Person:

      Dipl.-Ing. (FH) Johannes Thomann
      Brandamtsrat

      1977 Geburt
      1997 Abitur
      1998 Zivildienst als Rettungssanitäter im KT und RD des DRK KV Kirchheim
      u. Teck/Nürtingen
      1999 - 2002 Studium der Theater- und Veranstaltungstechnik an der Beuth
      Hochschule für Technik Berlin
      2002 - 2005 Stellv. Werkstättenleiter an den Münchner Kammerspielen
      2005 - 2007 Ausbildung im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst bei der
      BF München
      2007 - jetzt Zugführer (Feuerwache 1 -  Hauptfeuerwache) und stellv.
      Abschnittsleiter Veranstaltungssicherheit in der Abteilung
      Einsatzvorbeugung der Branddirektion München
      2010 - 2012 Mitarbeit für die AGBF Bayern im Arbeitskreis "Konsequenzen
      aus Duisburg" beim BayStMI
      2012 - jetzt Mitverfasser der Handreichung "Sicherheit von
      Großveranstaltungen" der Branddirektion München
      2012 - jetzt Fachliche Mitarbeit im Forschungsvorhaben "BaSiGo -
      Bausteine zur Sicherheit von Großveranstaltungen"

      Benedikt Weber: Automatische Vorsichtung beim MANV - Forschungsprojekt SeCoServ2

      Das Projekt SeCoServ2 wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. "Das Verbundvorhaben SeCoServ2 ist damit ein Beispiel für die Förderung des innovativen Mittelstandes. Mit der Initiative „KMU-innovativ“ hat das BMBF eine Überholspur für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) eingerichtet." (BMBF)

      Ziel des Projektes war die Entwicklung einer sicheren und zuverlässigen Kommunikations- und Informationsplattform für ManV-Szenarien. Es sind dabei heterogene (Ad-Hoc-) Kommunikationsarchitekturen und mobile Informationsgeräte zum Einsatz gekommen. Es hat sich gezeigt, dass eine Nutzung einer solchen Lösung zahlreiche einsatztaktische und dokumentarische Mehrwerte bietet:

      • Verbesserung der Lage- und Situationserfassung und dadurch effizienter Ressourceneinsatz
      • Gerechte Verteilung der Ressource Krankenhauskapazität bezogen auf die Art/Güte und Entfernung
      • Erfassung von Personalien und überregionale Nachverfolgung von Patienten
      • Sicherstellung einer planmäßigen Dokumentation der medizinischen Rettung
      • Automatisierung der mit der Sammlung, Aufbereitung, Strukturierung und Verdichtung von Informationen in Zusammenhang stehenden Prozesse


      In dem Vortrag wird das Projekt und seine Ergebnisse dargestellt. Dabei wird der Fokus auf den ATR (Automatic Triage Report), die Beschleunigung des Datenflusses und die Verbesserung der Transportorganisation gelegt.

       

      Zur Person:
      Ing. Benedikt Weber, M. Sc.
      Beratender Ingenieur
      Sachverständiger für Rettungsdienst- und Brandschutzbedarfsplanung

      Eintritt in das DRK 1998
      Verwendungen u. a.: Helfer, Zugführer, Kreisrotkreuzleitung
      Ausbildung zum Bankkaufmann bei einer Genossenschaftsbank
      Studium der Rechtswissenschaft und Ingenieurwissenschaft in Münster und Köln
      Ausbildung OrgL / Wachleiter Rettungsdienst
      bestellter Verbandsführer der n. pol. Gefahrenabwehr
      freier Dozent u. a. am Institut der Feuerwehr NRW, am Institut für Bildung und Kommunikation des DRK, an der AKNZ des BBK
      wissenschaftliche Mitarbeit u. a. bei den Projekten MANET, evalMANV, SeCoServ2
      seit 2010 Geschäftsführer und Partner der antwortING PartG
      seit 2012 Beratender Ingenieur für Brandschutz und Sicherheitstechnik (§28 BauKaG NRW)